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BIWAK
BIWAK
Früher gab es in Städten und Festungen eine innen befindliche Hauptwache und eine auf dem Glacis, befindliche Beiwache. Diese Beiwache war so gelegen, dass sie ein freies Schußfeld vor der Mauer gewährt. Da es auf dem Glacis keine Gebäude gab, musste die Beiwache in Zelten campieren.
Die Aufgaben der Beiwache bestanden darin, schon frühzeitig einen nachts angreifenden Feind auszumachen und dann Alarm zu schlagen, oder verspätete Ankömmlinge abzufertigen.
Über das holländische wurde der Begriff der Beiwache/Biwake nach Frankreich transportiert, wo er als \\Bivoque\\ oder ähnliches alsbald zur Bezeichnung eines jeden Campierens von Soldaten im freien diente.
Die Ausdehnung rührt womöglich daher, dass die Franzosen relativ früh die Befestigungen der innerfranzösischen Städte schleiften und damit ein regulärer Festungsbetrieb im Innenland nicht mehr anzutreffen war.
Der Begriff Biwak kam nun ins Deutsche zurück, oft ohne zu wissen, dass es sich eigentlich um ein deutsches Wort handelt.
Als solch ein Biwak im weiteren Sinne wird das Wort heute noch gebraucht. Die gebräuchliche Ausdehnung, auch auf Nichtsoldaten, mag auf der weiten Streuung des Wortes beruhen, die durch die allgemeine Wehrpflicht und somit der Berührung weiter Kreise der männlichen Bevölkerung mit dem soldatischen \\Biwak\\ bewirkt wurde.
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